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6. Oktober 2017

Bist Du auch eine Scanner-Persönlichkeit?

Bist Du auch eine Scanner-Persönlichkeit?
Blogartikel

 
 
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Weißt Du, was eine Scanner-Persönlichkeit ist? Bis vor kurzem wusste ich es auch nicht. Doch dann fand ich zufällig ein Buch darüber, las es und hatte eine Offenbarung: Ich bin ein Scanner!

Wie viele Dinge findest Du interessant?

Scanner sind Menschen, denen es schwerfällt, sich auf nur eine oder wenige Dinge im Leben zu spezialisieren. Sie sind an sehr vielem interessiert und würden am Allerliebsten alles gleichzeitig tun. Sobald sie von etwas Neuem erfahren, beginnen sie es zu erforschen. Sie stürzen sich in das Thema und sprühen vor Motivation.

Kommt Dir das bekannt vor? Dann bist Du vielleicht auch ein Scanner.

Entscheide Dich!

Ich hatte ständig das Gefühl, mich für eine Sache entscheiden zu müssen, im Leben. Ein Projekt, ein Job, ein Spezialgebiet, und so weiter… Aber es war eher so, wie ein Stück Seife, das einem aus der Hand flutscht: Fast immer verlor ich die Motivation für etwas, an dem ich vorher mit viel Hingabe dran war. Meistens, wenn ich glaubte, das Thema richtig gut im Griff zu haben.

Du musst Dich nicht entscheiden, wenn Du 1000 Träume hast, so heißt das Buch, welches mir über den Weg lief. Verfasst von der amerikanischen Bloggerin und Autorin Barbara Sher. Und seit dem hat es einen Platz, unter meinen Lieblingsbüchern, bekommen und ist ein wichtiges Nachschlagewerk für mich geworden.

Aber vor allem fand ich damit heraus, dass ich das Problem nur von der anderen Seite betrachten musste. Es ist nämlich keine Schwäche, sondern eine besondere Begabung. Die meisten Scanner sind nämlich besonders vielseitig und haben zahlreiche Begabungen, können sich auf einiges gleichzeitig konzentrieren oder den Kontext rasch wechseln. Kurz: Scanner-Persönlichkeiten besitzen gerade für die heutige, dynamische Zeit, die besten Voraussetzungen!

Die zwei wichtigsten Botschaften aus dem Buch lauten für mich:

  1. Sei Dir bewusst, dass Du ein Scanner bist, und gehe damit auch gut um.
  2. Finde heraus, warum Deine Motivation an einem bestimmten Punkt immer wieder verschwindet.

Wieso die Motivation verschwindet

Das Interesse an etwas zu verlieren, hat für Scanner immense Bedeutung. Denn meistens leiden sie unter diesem Wandel, da Ihr Umfeld erwartet, dass sie mit einer Sache voll durchstarten… Familie, Freunde, Arbeitgeber, Partner und häufig auch der eigene Anspruch.

Aber dann ist ganz plötzlich das tiefe Loch da: Die Lust ist weg. Es wird anstrengend sich aufzuraffen. Zu allem Übel gesellt sich dann oft noch etwas verlockendes Neues, das viel interessanter zu sein scheint und die volle Aufmerksamkeit des Scanners auf sich lenkt. Scanner hören nämlich nicht einfach nur auf, sie wechseln.

Ganz besonders leiden sie darunter, wenn sie nicht wissen, warum und wozu ihre Motivation verschwindet. Die Frohe Botschaft aber lautet: Man kann es herausfinden und den Nachteil zu einem Vorteil umdrehen.

Die Aufmerksamkeit der meisten Scanner-Persönlichkeiten wechselt dann, wenn sie ihre Aufgabe schon erfüllt haben. Warum sollten sie sich weiter mit etwas beschäftigen, was schon längst abgeschlossen ist? Die Schwierigkeit ist allerdings, dass Scanner häufig nicht wissen, welche Aufgabe es ist, der sie unterbewusst nachgehen.

Wie ich meine Mission fand

Scanner verfolgen in der Regel nicht einfach nur solchen unbekannten Aufgaben. Sie haben eine Mission und jeder Schritt führt sie auf dem Weg dorthin.

Bei mir war es so, dass ich bereits wusste, dass ich Menschen unheimlich gerne inspiriere. (Ganz nebenbei kannst Du deshalb auch diesen Beitrag lesen.)

Darum habe ich sehr viele Bücher begonnen zu lesen und dann wieder zur Seite gelegt. Und zwar immer dann, wenn ich jemandem aus dem Buch erzählen konnte, ihm das Buch nahelegen oder ihn damit inspirieren konnte, verlor ich das Interesse am Weiterlesen. Sobald ich ein neues Buch gefunden hatte, das es mir wieder ermöglichte, weitere Menschen zu erreichen, zögerte ich freilich nicht und fing es sofort an.

Ich habe gemerkt, dass sich dieses Muster durch mein ganzes Leben zieht. Ich beschäftige mich mit vielen Themen, bei denen ich anderen Menschen helfen kann. Bin ich ausreichend gut darin, muss ich mich nicht weiter damit beschäftigen. Habe ich schon Menschen geholfen und haben sie etwas von mir gelernt, verlor ich immer wieder das Interesse an Projekten, Jobs und Ideen.

Wenn Du eine Liste machst und aufschreibst, was Du alles begonnen und wieder abgebrochen hast, kannst Du vielleicht ein Muster entdecken. Welche Aufgaben hast Du schon ausreichend für Dich erfüllt? Fügt sich das zu einer Scanner-Mission für Dich zusammen? Was treibt Dich an?

Bist Du ein Scanner?

Wie fühlt es sich für Dich an, wenn Du Dir vorstellst, ein Spezialist für einen einzigen Bereich zu sein. Nimm zum Beispiel etwas, womit Du Dich gerade intensiv beschäftigst. Stelle Dir nun vor, Du wirst der Beste auf der Welt in diesem Bereich. Von nun an darfst Du Dich jeden Tag damit beschäftigen. Du wirst gefragt und geschätzt sein und dies bis ins hohe Alter. Fühlt sich diese Vorstellung gut oder schlecht für Dich an?

Wenn Du Dich bei dieser Vorstellung unbehaglich fühlst, dann bist Du wahrscheinlich ein Scanner.

 

Findest Du das Thema interessant? Lass es mich wissen. Melde Dich zum Newsletter an und erfahre von weiteren Beiträgen zu Thema oder schreibe mir eine Mail. Willst Du Dich weiter damit auseinandersetzen, kann ich Dir unbedingt das Buch von Barbara Sher empfehlen.

Ich freue mich auch über einen Kommentar von Dir: Bist Du ein Scanner? Kennst Du Deine Mission? Welche Begabungen hast Du?

Weil ich es liebe, Menschen zu inspirieren und weil ich sehr gerne schreibe, war die logische Konsequenz, diesen Blog ins Leben zu rufen. Ich beschäftige mich gerne mit allen Themen, die andere Menschen bewegen und ihnen in ihrem Leben weiterhelfen. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen und stöbern und wünsche Dir ganze Menge Inspiration.

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