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18. Oktober 2019

Staubsaugen wenn’s Dach brennt?

Die geschätzte Lesezeit beträgt 3 Minuten.

Ach ja, mit wieviel Euphorie habe ich doch den Selbstmanagementblog ins Leben gerufen und über die Themen geschrieben, die mich so sehr interessieren. Wie kann man sich als Einzelne oder Einzelner ständig verbessern und auf was kommt es für Einzelne in der Welt an?

Diese Themen finde ich immer noch sehr interessant, aber momentan gibt es etwas, das mir wesentlich mehr unter den Nägeln brennt. Und zwar ist mir immer klarer geworden, dass „Selbstoptimierung“ allein, einen nicht weiterbringt. Sondern es bedarf auch dem großen Ganzen drumherum. Denn ohne meine Umwelt kann ich auch als einzelner Mensch nicht existieren.

Und genau daran hapert es gerade in der Welt. Eigentlich schon lange, aber mir ist das erst vor einiger Zeit klar geworden.

Der letzte Beitrag hier über Plastik ging ja schon etwas in diese Richtung.

Wir sind nämlich als Menschen ganz schön eng mit der Umwelt verbunden. Auch dann, wenn wir in einer gänzlich versiegelten Stadt leben. Aber wir Atmen Luft und trinken Wasser. Und selbst die unnatürlichsten Lebensmittel benötigen Zutaten, die zumindest teilweise aus der Natur stammen.

Zur Umwelt eines einzelnen Menschen gehören auch die anderen Menschen um ihn herum. Und darum sollten wir friedlich und offen miteinander umgehen. Auch darüber schrieb ich hier schon teilweise und habe beispielsweise ermutigt, neue Sprachen zu lernen, um das internationale Verständnis zu verbessern.

Aber was nützt das alles, wenn wir unsere gemeinsame Basis vollends zerstören? Wenn wir die Ressourcen durch unser Konsumverhalten und unsere Politik verknappen? Wird dann der freundliche Nachbar, der weniger hat, aber dessen Sprache ich nun beherrsche, mir nicht trotzdem aufs Dach steigen? Oder könnte ich vielleicht sogar selbst unmittelbar von den Auswirkungen betroffen sein?

Was bringt es also effizienter zu sein, in einem System, das sich effizient selbst zerstört? Oder wie Adorno gesagt hat: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“

Wie weit muss ich also meinen Blick in die Zukunft richten und für eine Zeit lernen, wenn diese Zeit für uns vielleicht nicht mehr existiert?

Natürlich kann und will ich nicht damit aufhören, an mir selbst zu arbeiten. Das ist und bleibt eine wichtige Aufgabe, vor allem dann, wenn ich mich mit voller Kraft in die Lösung der Umweltproblematik stürzen will.

Aber wie so oft, ist es wichtig, sich auf wenige, wesentliche Dinge zu konzentrieren. Selbst wenn man ein Scanner ist, so wie ich.

Und darum habe ich ein neues Projekt ins Leben gerufen, dem ich mehr Aufmerksamkeit als dem Selbstmanagementblog schenken werde: Auf YOHOE.de beschäftige ich mich mit den oben genannten Themen. Ich fasse dort meine vielen Gedanken dazu zusammen und werde praktische Tipps geben, wie ein Einzelner sein Leben nachhaltiger Gestalten kann. Also ein bisschen Selbstmanagement ist dort auch vorhanden.

Ich nehme mir fest vor, den Selbstmanagementblog am Leben zu erhalten. Aber momentan ist mein Fokus an einer anderen Stelle. Spätestens, wenn wir es geschafft haben, den Klimawandel zu stoppen und endlich einen gepflegten Umgang mit der Natur haben, werde ich wieder hier etwas schreiben. Oder wenn die Katastrophe da ist und ich dann noch ein bisschen Zeit finde, könnte ich…

Wenn sich mir ein Thema vor die Füße wirft und ich die Muße dazu finde, dann werde ich weiterhin gerne auch hier etwas darüber schreiben.
Nur anders als vorher gehe ich jetzt nicht mehr durch die Welt und schaue nach Themen für den Selbstmanagementblog, sondern eben für YOHOE.de.

Ich freue mich weiterhin über Feedback zum Selbstmanagementblog und würde mich auch sehr freuen, wenn Du mich auf YOHOE.de besuchst.

Alles Gute und viel Erfolg bei Deinen Vorhaben,
Stefan

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